impressum und die direkte Medienförderung – neue Entwicklungen

Im März 2017 hatte die Delegiertenversammlung von impressum in seiner Resolution von den Behörden des Bundes, der Kantone und der Gemeinden einstimmig eine direkte Medienförderung gefordert – und damit ein Tabu gebrochen. Neben den diversen Initiativen in der Deutschschweiz, von denen in einer weiteren Ausgabe der i-news die Rede sein wird, gibt es auch in der Westschweiz Bewegung im Bereich der zukünftigen Finanzierung des Journalismus.

So durfte impressum am 8. Juni vor der zuständigen Kommission des Waadtländer Grossen Rats zu diesem Thema vorsprechen und beteiligt sich an einer Initiative von Filmschaffenden, die unter dem Stichwort FIJOU neue Finanzierungsmodelle aufbauen wollen.

An der Delegiertenversammlung in Brunnen hatten die impressum-Delegierten mit einer Resolution das Augenmerk auf mögliche Lösungen angesichts der Verschärfung der Situation der Medien in der Schweiz gerichtet und von den Behörden des Bundes, der Kantone und der Gemeinden eine direkte Medienförderung gefordert. Diese soll einen professionellen, unabhängigen und ethischen Journalismus unterstützen.

Zentralsekretärin Dominique Diserens durfte zudem vor einer Kommission des Waadtländer Grossen Rates im Namen von impressum vorsprechen. Die Kommission beschäftigt sich mit staatlicher Unterstützung zu Gunsten der Medien. Thema des Treffens wird insbesondere die Frage sein, inwiefern direkte Medienförderung mit der redaktionellen Unabhängigkeit vereinbart werden kann. impressum vertritt dabei die Ansicht, dass eine Medienförderung, welche auf klaren formellen Voraussetzungen beruht, kein Problem darstellen sollte.

impressum arbeitet auch mit «Médias pour tous» zusammen, einem Zusammenschluss aus dem kulturellen Umfeld, der sich unter dem Namen FIJOU für ein neues Finanzierungsmodell für den Journalismus einsetzt. Eine neu zu schaffende Einheit würde als Sammelbecken für private und öffentliche Gelder dienen, aus welchem dann nach einer bestimmten Vorgehensweise Beiträge zu Gunsten von neuen Projekten, an freie JournalistInnen oder beispielsweise zur Unterstützung von bestehenden Titeln in finanziellen Schwierigkeiten oder beim Schritt in die Digitalisierung gesprochen werden können.

impressum ist erfreut darüber, dass dank dieser neuen Projekte die Aussicht auf die Schaffung neuer Arbeitsplätze innerhalb der Branche besteht, und dass der Verband diese Projekte unterstützen kann. Auch in der Deutschschweiz gibt es mehrere erfolgsversprechende Initiativen, die an dieser Stelle zu einem späteren Zeitpunkt thematisiert werden.

Dominique Diserens

Agenda

im Landesmuseum vom 4. Mai bis 2. Juli

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Montag, 26. Juni 2017

12.00 - 13.00 Uhr im Politforum Käfigturm, Bern

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26. Juni 2017

ab 18.30 Uhr

Bern Hauptbahnhof, Rest. Côté Sud, Galerie

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Le 28 juin 2017 dès 18h, à Pitoëff

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Private, SRG und der Billag-Knatsch: Und wer spricht vom Journalismus? - 29. Juni 2017, 18:30–20:00 - kulturpunkt im PROGR, Bern

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