Verleger in den Presserat: Ethik und Arbeitsbedingungen sind untrennbar
Vorstand mit fünf neuen Mitgliedern  
Medienmitteilung

impressum – die Schweizer JournalistInnen. Freiburg, den 14. Mai 2007

Frühjahrskongress vom 11. Mai 2007 in Greyerz im Kanton Freiburg


Verleger in den Presserat: Ethik und Arbeitsbedingungen sind untrennbar
Vorstand mit fünf neuen Mitgliedern


Die Delegierten von
impressum haben an ihrem Frühjahreskongress 2007 in einer Resolution betont, dass sie dem Willen der Verleger zur Beteiligung am Presserat zwar grundsätzlich offen gegenüberstehen. Sie betrachten ihn aber als Widerspruch zur bisherigen Weigerung des Verbandes „Schweizer Presse“, ernsthaft über einen neuen GAV zu verhandeln. Einen Neuanfang markiert der Vorstand von impressum: fünf neue Vorstandsmitglieder sind gewählt worden. Weiter diskutierten Amnesty International und die Schweizer Vereinigung der Tourismus Journalisten (SVTL) über die Tourismusberichterstattung aus diktatorischen Ländern.

Arbeitsbedingungen und Berufsethik können nicht nach Belieben getrennt werden. In diesem Punkt waren sich die Delegierten von impressum einig. Da sie vom vorläufigen Verhandlungsergebnis zum Beitritt der Verleger und der SRG SSR idée suisse erst seit einigen Tagen Kenntnis haben und eine vertiefte Diskussion in den Sektionen noch nicht möglich war, vertagten sie jedoch ihren Entscheid über die Position von impressum auf den Herbstkongress 2007. Sie erwarten bis dahin, dass „Schweizer Presse“ seinen Willen, einen GAV abzuschliessen, unter Beweis stellt, da ein glaubwürdiges Engagement für die Berufsethik nur möglich sei bei einem dezidierten Engagement für kollektiv geregelte Arbeitsbedingungen. (Die Resolution ist hier zu finden )

Nach einer von engagierten Diskussionen begleiteten Wahl ist der Vorstand von impressum achtköpfig: Neu gewählt wurden Jürg Erni (Presseverein beider Basel, Radio DRS), Vito Robbiani (Associazione ticinese dei giornalisti, TSI), Bernhard Sutter (ZPV, freier Journalist), Pierre Thomas (impressum-vaud, freier Journalist, www.thomasvino.ch) und der spontan kandidierende Patrick Vallélian (impressum Freiburg, La Liberté). Felix Aeberli (ZPV), der sich ebenfalls spontan zur Verfügung gestellt hatte, zog nach einigen Grundsatzdiskussionen seine Kandidatur zurück, um von den möglichen neun Vorstandsmitgliedern einen Platz für eine Frau offen zu halten. Antoine Gessler (Walliser Presseverein, Le Nouvelliste) ist nach knapp zehn Jahren Vorstandstätigkeit und sieben Jahren Kopräsidium aus beruflichen Gründen zurückgetreten und hinterlässt als letzten Erfolg den neuen Westschweizer CCT.

An der von Roland Jeanneret (Vizepräsident impressum Bern) gekonnt moderierten Podiumsdiskussion über die Tourismusberichterstattung aus diktatorisch geführten Ländern beteiligten sich Manon Schick (Pressesprecherin von Amnesty International Schweiz), Gérard Blanc (Präsident des SVTL), Claude Schauli (Verein Schweiz-Burma und Fernsehautor TSR) und Antoine Gesser (Kopräsident impressum, Geopolitikexperte). Die Debatte förderte zwar einige Spannungsfelder zwischen den legitimen Interessen der Pressefreiheit und des Menschenrechtsschutzes hervor. Hingegen bestand Einigkeit darüber, dass ein Boykott nichts bringt, sondern einerseits die falschen bestraft und andererseits die notwendigen Kontakte in die betroffenen Regionen blockiert, was auch aus der Sicht der Menschenrechtsorganisationen nicht wünschenswert ist. Organisiert war die Debatte in Zusammenarbeit mit Amnesty International und der Schweizer Vereinigung der Tourismus Journalisten SVTL.

(Vergleiche auch unsere Newsletter i-Express vom 15. Mai 2007)
 
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06. November 2010
FBZ Preis für freien Journalismus
Preisverleihung, Matinée Filmpodium Zürich. Infos hier.
26. November 2010
Forum Staat und Medien
In Freiburg D. Pillard von Ringier Romandie, NR A. Gross, P. Rothenbühler, P. Studer und vielen mehr. Weitere Infos Folgen.
25. März 2011
DV
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