Medienmitteilung
Bern und Freiburg, 14. Mai 2009
Vgl. Mitteilung zum Personalabbau „Tages Anzeiger“
tamedia beschliesst: 1/3 „Der Bund“-Redaktion gestrichen
Weitgehende Selbständigkeit der Redaktion gefordert
Sozialplan wurde zugesichert
impressum - die grösste Journalistenorganisation der Schweiz - ist bestürzt über den angekündigten Abbau von 19 Vollzeitstellen bzw. rund 1/3 der Belegschaft auf „Der Bund“ Redaktion. Die Zeitung bekommt zusammen mit dem „Tages Anzeiger“ einen neuen Mantel. Die publizistische Eigenständigkeit des „Bund“ ist somit zwar zugunsten ökonomischer Interessen empfindlich eingeschränkt, aber immerhin bleiben Bern zwei Zeitungen erhalten. Die Erhaltung eines selbständigen „Bund“ wäre für tamedia finanzierbar. impressum fordert tamedia auf, dem neuen Bund eine echte Chance zu geben und wird sich zusammen mit Partnern für eine möglichst weitgehende Selbständigkeit der „Bund“-Redaktion einsetzen. impressum begrüsst den angekündigten Sozialplan und wird die Betroffenen unterstützen.
impressum ist zwar enttäuscht über die stark nach ökonomischen Kriterien ausgerichtete Politik von tamedia. Denn das Unternehmen hat sich durch Zukäufe zu einem Schweizer Mediengiganten entwickelt, der nun eine ebenso gigantische publizistische Verantwortung trägt. Dazu gehört der Erhalt der Medienvielfalt. Es ist nicht abwegig, eine Zeitung weiter zu führen, die - besonders in der Krise - keinen Gewinn abwirft, und „Der Bund“ wäre für tamedia auch in grösserem als dem jetzt beschossenen Umfang finanzierbar gewesen.
impressum begrüsst andererseits, dass weiterhin zwei Zeitungen auf dem Platz Bern erscheinen, auch wenn die Selbständigkeit des „Bund“ mit der stark reduzierten Redaktion empfindlich einschränkt ist.
impressum fordert das Unternehmen auf, dem neuen „Bund“ eine echte Chance zu geben. Zusammen mit den anderen Gremien, die sich für das Überleben des „Bund“ einsetzen - so dem Komitee „Rettet den Bund“ (www.rettetdenbund.ch) - wird impressum seinen Beitrag dazu leisten.
Bei der Umsetzung der neuen Zusammenarbeit zwischen „Tages Anzeiger“ und „Der Bund“ ist tamedia gefordert, der publizistischen und ökonomischen Selbstbestimmung der „Bund“-Redaktion einen hohen Stellenwert einzuräumen - und auch eine künftige Aufstockung der Redaktion nicht von vornherein auszuschliessen.
Immerhin wurde - anders als bei gewissen anderen Medienunternehmen - entlassenen Mitarbeitenden ein guter, verhandelter Sozialplan zugesichert. impressum wird die betroffenen Medienschaffenden juristisch und beratend unterstützen.
Bern und Freiburg, 14. Mai 2009
Vgl. Mitteilung zum Personalabbau „Tages Anzeiger“
tamedia beschliesst: 1/3 „Der Bund“-Redaktion gestrichen
Weitgehende Selbständigkeit der Redaktion gefordert
Sozialplan wurde zugesichert
impressum - die grösste Journalistenorganisation der Schweiz - ist bestürzt über den angekündigten Abbau von 19 Vollzeitstellen bzw. rund 1/3 der Belegschaft auf „Der Bund“ Redaktion. Die Zeitung bekommt zusammen mit dem „Tages Anzeiger“ einen neuen Mantel. Die publizistische Eigenständigkeit des „Bund“ ist somit zwar zugunsten ökonomischer Interessen empfindlich eingeschränkt, aber immerhin bleiben Bern zwei Zeitungen erhalten. Die Erhaltung eines selbständigen „Bund“ wäre für tamedia finanzierbar. impressum fordert tamedia auf, dem neuen Bund eine echte Chance zu geben und wird sich zusammen mit Partnern für eine möglichst weitgehende Selbständigkeit der „Bund“-Redaktion einsetzen. impressum begrüsst den angekündigten Sozialplan und wird die Betroffenen unterstützen.
impressum ist zwar enttäuscht über die stark nach ökonomischen Kriterien ausgerichtete Politik von tamedia. Denn das Unternehmen hat sich durch Zukäufe zu einem Schweizer Mediengiganten entwickelt, der nun eine ebenso gigantische publizistische Verantwortung trägt. Dazu gehört der Erhalt der Medienvielfalt. Es ist nicht abwegig, eine Zeitung weiter zu führen, die - besonders in der Krise - keinen Gewinn abwirft, und „Der Bund“ wäre für tamedia auch in grösserem als dem jetzt beschossenen Umfang finanzierbar gewesen.
impressum begrüsst andererseits, dass weiterhin zwei Zeitungen auf dem Platz Bern erscheinen, auch wenn die Selbständigkeit des „Bund“ mit der stark reduzierten Redaktion empfindlich einschränkt ist.
impressum fordert das Unternehmen auf, dem neuen „Bund“ eine echte Chance zu geben. Zusammen mit den anderen Gremien, die sich für das Überleben des „Bund“ einsetzen - so dem Komitee „Rettet den Bund“ (www.rettetdenbund.ch) - wird impressum seinen Beitrag dazu leisten.
Bei der Umsetzung der neuen Zusammenarbeit zwischen „Tages Anzeiger“ und „Der Bund“ ist tamedia gefordert, der publizistischen und ökonomischen Selbstbestimmung der „Bund“-Redaktion einen hohen Stellenwert einzuräumen - und auch eine künftige Aufstockung der Redaktion nicht von vornherein auszuschliessen.
Immerhin wurde - anders als bei gewissen anderen Medienunternehmen - entlassenen Mitarbeitenden ein guter, verhandelter Sozialplan zugesichert. impressum wird die betroffenen Medienschaffenden juristisch und beratend unterstützen.




