Fusion von Tamedia und Edipresse:
Impressum sorgt sich um die Vielfalt der Schweizer Presse und um den Erhalt journalistischer Arbeitsplätze
 

impressum, der Berufsverband der Schweizer Journalistinnen und Journalisten, hat mit Besorgnis von der völlig überraschenden Fusionsankündigung von Edipresse und Tamedia Kenntnis genommen. impressum sieht durch die angekündigte Fusion namentlich die Pressevielfalt und die journalistischen Arbeitsplätze bedroht; entsprechend wurde im Zuge der Fusion für die Romandie bereits die Fusion der beiden Pendlerzeitungen „20 Minutes“ und „Matin Bleu“ angekündigt.

impressum sieht in der angekündigten Geschäftszusammenführung der beiden Verlagshäuser Tamedia und Edipresse auf nationaler Ebene wenig nutzbare Synergien, zumal beide Verlagshäuser zur Hauptsache einen getrennten Medienmarkt bearbeiten (Edipresse in der Romandie und Tamedia in der Deutschschweiz). Nicht auszuschliessen ist, dass die Geschäftszusammenführung für die beiden Verlagshäuser mit Blick auf das Erlangen der kritischen Grösse im internationalen Medienmarkt Sinn macht.

impressum ist zudem über die möglichen negativen Auswirkungen der Zusammenführung zweier völlig verschiedener Unternehmenskulturen auf die Sozialpartnerschaft beunruhigt: Während die Sozialpartnerschaft in der Deutschschweiz toter Buchstabe ist, d.h. insbesondere die Tamedia AG keinem GAV angeschlossen ist und den Abschluss eines Firmenvertrags mit impressum strikte ablehnt, wird die Sozialpartnerschaft bei Edipresse durch den geltenden CCT zwischen Presse Suisse und impressum (contrat collective de travail) und zusätzlich durch eine interne Redaktionsvereinbarung hoch gehalten. impressum hofft, dass die sozialpartnerschaftliche Kultur von Edipresse dem neuen Medienriesen als Beispiel dienen möge. Eine kollektive Regelung der Arbeitsverhältnisse sowie eine gelebte Mitwirkung der Journalistinnen und Journalisten in den verschiedenen Redaktionen wäre einer harmonischen und sozialverträglichen Zusammenführung der beiden Unternehmenskulturen sicher nur förderlich. Zudem würde dadurch ein vertrauensbildendes Zeichen und den Mitarbeitenden gesetzt. impressum weist denn auch mit Nachdruck darauf hin, dass die Schweizer Verleger mit ihrem Beitritt zur Trägerschaft der Stiftung Schweizer Presserat den Willen zur Sozialpartnerschaft bekräftigt und die Wichtigkeit der kollektiven Regelung der Arbeitsverhältnisse der JournalistInnen für die Pressefreiheit und den Erhalt der Qualität der Printmedien ausdrücklich anerkannt haben.

Was die bereits angekündigte rasche Fusion der beiden Pendlerzeitungen „Matin Bleu“ und „20 Minutes“ angeht, verweist impressum die beiden Verlagshäuser namens der betroffenen Journalistinnen und Journalisten auf die Bestimmungen des Mitwirkungsgesetzes, die Mitwirkungsrechte gemäss CCT sowie auf die Sozialplanpflicht bei Stellenabbaumassnahmen gemäss CCT. impressum wünscht sich überdies raschmöglichst das Gespräch mit den beiden Verlagshäusern, um Näheres über die mittel- und langfristigen Fusionsziele und deren Konsequenzen auf die journalistischen Arbeitsplätze zu erfahren.


Für weitere Informationen wenden Sie sich an :
Urs Thalmann, Geschäftsführer impressum, 076 / 420 26 56



 
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Fussballturnier impressum 2012

Samstag 9. Juni 2012, ab ca. 9 Uhr im Fussballstadion Marly (FR)



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