Ringier licencie 40-50 personnes. 46% de la réduction concernent des journalistes.  
Communiqué de presse impressum - les journalistes suisses
12 janvier 2010

Ringier licencie 40-50 personnes. 46% de la réduction concernent des journalistes. impressum demande un moratoire et un plan social substantiellement amélioré.

Ringier gibt eine Massenentlassung von 29,1 Vollzeitstellen bekannt. Das wird ungefähr 40-50 Personen betreffen, davon etwa die Hälfte Journalistinnen und Journalisten.
impressum fordert ein Entlassungsmoratorium und einen deutlich verbesserten Sozialplan.

Gemäss Marc Walder (CEO Ringier Schweiz) sollte die Einführung des Blick Newsroom "keine Sparübung" werden. Heute kommuniziert Ringier mit dem überstürzten massiven Abbau das pure Gegenteil.

Mitarbeitende befürchten, dass die Zusammenlegung der Redaktionen im Newsroom zu einem ein Chaos führt. Zur Zeit sind die Arbeitsabläufe noch nicht einmal definiert, weshalb der Zeitpunkt für den Entscheid über einen Stellenabbau verfrüht ist. Nach wie vor sollen die vier Blick Titel "Blick", "Blick am Abend", "Blick online" und "SonntagsBlick" herausgegeben werden. Dass dies mit 40-50 fehlenden Medienschaffenden realisierbar sein soll, ist zu bezweifeln. impressum befürchtet, dass damit der Druck auf die Mitarbeitenden enorm wächst.

impressum, der grösste Verband von Medienschaffenden in der Schweiz, unterstützt darum die Forderung der Ringier Personalkommission eines sechsmonatigen Entlassungsmoratoriums. Diese Forderung ist realistisch, zumal im grössten Ressort 'News' sowieso mit Entlassungen zugewartet wird, weil ein dreimonatiger Probelauf geplant ist.

Darüber hinaus fordert impressum, dass der Stellenabbau, sollte er wirklich nötig sein, via natürliche Abgänge und andere sozialverträgliche Massnahmen realisiert wird, was in einem Unternehmen der Grösse von Ringier möglich sein muss. Sollte es doch zu Entlassungen kommen, fordert impressum eine substantielle Verbesserung des bereits vorliegenden Sozialplans.

Ringier zeigt durch den Abbau, dass der Verlag der Qualität und Individualität ihrer Medien eine geringere Priorität einräumt. Begründet wird der Abbau damit, dass durch die Einführung eines straff organisierten Newsrooms Doppelspurigkeiten vermieden werden sollen. Im Endeffekt heisst das, dass über die verschiedenen Blick-Titel künftig öfter Informationen aus derselben Feder verbreitet werden. Der Abbau von Doppelspurigkeiten bedeutet nichts anderes als der Abbau von Medienvielfalt.
 
Agenda
06 novembre 2010
Prix FBZ pour journalism libre
Matinée à Zurich. Informations ici.
26 novembre 2010
Forum Etat et Médias
A Fribourg. Avec CF Leuenberger, D. Pillard de Ringier, CN A. Gross, P. Rothenbühler, P. Studer, etc. Des détails suivront.


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