Die Sparmassnahmen der SRG schmälern die Qualität des Service-Public - die Bedeutung der SRG für die Meinungsfreiheit ernst nehmen!

Die SRG hat zusätzliche Sparmassnahmen von rund 50 Millionen Franken angekündigt, davon 12 Millionen Franken in der Romandie. Zudem schliesst die SRG einen Stellenabbau nicht aus. Aus Sicht von impressum kommen diese Sparmassnahmen zur Unzeit: Nachdem die Stimmbevölkerung mit dem klaren „Nein“ zur „No-Billag“-Initiative 2018 die wichtige Rolle der SRG bestätigt hat, sollte die SRG den Erosionsprozess in der schweizerischen Medienlandschaft nicht zusätzlich verstärken.

Die Sparmassnahmen der SRG sind eine Folge der schwindenden Werbeeinnahmen von minus 30 Prozent. Dies ist ein allgemeiner und seit Jahren zu beobachtender Trend in der Medienlandschaft, der auf die Dominanz der grossen Internetunternehmen wie Google und Facebook zurückzuführen ist.

Den schwindenden Werbeeinnahmen politische Entscheidungen entgegensetzen
Um diesem Negativtrend in der Medienbranche entgegenzutreten, setzt sich impressum für einen starken Service Public im Medienbereich und damit für eine ausreichend finanzierte und regional gut verankerte SRG ein. Bereits anlässlich des Verlegungsentscheids des Radiostudios Bern nach Zürich hat impressum die Forderung unterstützt, dass die Abteilung Information von Radio SRF in Bern und die Berichterstattungen regional verankert bleiben sollen. Vom neugewählten Parlament erhofft sich impressum neue politische Impulse zugunsten eines der schweizerischen direkten Demokratie angemessenen und qualitativ guten Service-Public.

Qualität und Eigenproduktionen sichern
Die bisher hohe Qualität der SRG kann nur aufrechterhalten werden, wenn die Bedingungen für die Medienschaffenden stimmen. Die Mitarbeitenden der SRG sind in den letzten Jahren durch diverse Sparpakete massiv unter Druck geraten, so dass das Angebot und die Qualität der Programme und namentlich die Eigenproduktionen bei dieser zusätzlichen Sparrunde geschmälert werden. Ein weiterer Abbau erscheint aus Sicht von impressum nicht zu verantworten. 

Einbezug der SRG-Angestellten
impressum fordert, dass sowohl die Geschäftsleitung der SRG als auch die Politik diese Bedenken ernst nehmen und zusätzlichen Druck auf die Arbeitsbedingungen der SRG-Mitarbeitenden verhindern. Auch sollen die Sozialpartner und die Angestellten wie angekündigt in die Ausgestaltung der Massnahmen einbezogen werden, um Alternativen zum Stellenabbau auszuarbeiten. Die Alternativvorschläge des SRG-Personals müssen seriös geprüft werden.

impressum verteidigt die Journalistinnen und Journalisten
impressum unterstützt seine Mitglieder bei der SRG, die vom Stellenabbau betroffen sind, mit professioneller Rechtsberatung und Rechtschutz sowie bei Bedarf mit kollektiven Massnahmen und Verhandlungen gegenüber der SRG.

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