Erneuter Tiefschlag für die freiberuflichen Fotografinnen und Fotografen

Nach Einführung von Rahmenverträgen durch die Blick-Gruppe kündigt sich nun das gleiche Szenario bei der Ringier Axel Springer Schweiz AG an. Wie impressum aus vertrauenswürdiger Quelle weiss, plant Ringier Axel Springer mit ihren freiberuflichen FotografInnen ebenfalls einen Rahmenvertrag abzuschliessen. impressum ist über dieses Vorgehen entsetzt. Denn bereits bei der Prüfung des Rahmenvertrags durch die Blick-Gruppe wurde festgestellt, dass ein solcher Rahmenvertrag inakzeptabel ist. Aus diesem Anlass haben sich Fotoagenturen, Interessenverbände und Fotografinnen und Fotografen zusammengeschlossen und sind entschlossen, sich gegen die einseitig diktierten Rahmenverträge zu wehren.

Die Ringier Axel Springer Schweiz AG plant dasselbe, was die Blick-Gruppe vor kurzem bereits vollzogen hat: neue Rahmenverträge zur Regelung der Zusammenarbeit, durch welche die Rechte der freiberuflichen Fotografinnen und Fotografen beschnitten werden. Der Vertrag soll alsbald eingeführt werden, wurde jedoch noch nicht offiziell an die FotografInnen kommuniziert. Die im Raum stehenden Anpassungen - sinkende Honorare, Nullbeteiligung an Weiterverkäufen und Verlust der Urheberrechte - bedrohen die Existenzgrundlage der freischaffenden Fotografinnen und Fotografen sowie die Existenz von Bild- und Fotoagenturen, die sie und ihre Archive repräsentieren.

Solche Verträge sind neu. Bis anhin waren einzelne Fotoaufträge meist Abmachungen zwischen dem abdruckenden Blatt und der/dem FotografIn. Die Bedingungen waren Verhandlungssache und entstanden häufig aus der Gewohnheit. Nun stellt Ringier Axel Springer einseitig neue Bedingungen für die weitere Zusammenarbeit auf und bringt damit die bis dahin gutfunktionierende Zusammenarbeit zwischen Verlag und FotografIn in Gefahr.

Bereits bei Einführung der inakzeptablen Rahmenverträge durch die Blick-Gruppe gab es Widerstand seitens der Berufsfotografinnen und Berufsfotografen. In einem mit dem Managing Editor der Blick-Gruppe, Michael Ludewig, geführten Gespräch zeigte dieser jedoch keine Bereitschaft, die einseitig zu Lasten der Fotografierenden herausgegebenen Verträge mit den Interessensverbänden neu zu verhandeln, da zu diesem Zeitpunkt bereits einige FotografInnen den Rahmenvertrag unterzeichnet hatten.

Umso mehr wollen sich die Fotografinnen und Fotografen, Fotoagenturen und Interessenverbände – darunter natürlich auch impressum – nun gegen die erneute einseitige Änderung der Geschäftsgrundlagen, dieses Mal durch Ringier Axel Springer, wehren. Eine von ihnen lancierte Petition gegen die Einführung dieser neuen Rahmenverträge wurde bereits von hunderten FotografInnen unterschrieben. Zudem haben die Fotografierenden zusammen mit den Fotoagenturen und den Interessenverbänden bei der Geschäftsleitung von Ringier Axel Springer gefordert, bei der Definierung der neuen Regelungen einbezogen zu werden.

Betroffene FotografInnen werden gebeten, den Vertrag in der vorliegenden Form nicht zu unterzeichnen und sich beim Zentralsekretariat: info(at)impressum(dot)ch zu melden. Zudem werden die betroffenen FotografInnen gebeten, die laufende Petition zu unterschreiben.

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