Parlamentarische Arbeitsgruppe «Journalismus und Demokratie»

Direkte oder indirekte Presseförderung und journalistische Ausbildung – dies sind zwei der zentralen Themen, welche von der neuen Parlamentarischen Gruppe «Journalismus und Demokratie» am 21. September 2016 in Bern diskutiert worden sind. An diesem ersten Treffen der Gruppe waren rund fünfzig Personen anwesend, darunter Bundesrätin Doris Leuthard und Vertreter zahlreicher Parteien.

Über die Frage, ob die direkte oder indirekte Presseförderung zu bevorzugen sei, sind sich auch die Branchenvertreter nicht einig. So kreuzte etwa der Chefredaktor des „Courrier“, Philippe Bach, der sich für die direkte Presseförderung ausspricht, die Klingen mit dem ehemaligen Chefredaktor der NZZ, Markus Spillmann, der die indirekte Presseförderung bevorzugt.

impressum-Präsident Christian Campiche machte sich für die direkte Presseförderung stark. Durch diese sollen nicht die grossen, börsenkotierten Unternehmen unterstützt werden, sondern gezielt neue, kleine Zeitungen und Online-Titel, sowie KMUs, welche Journalistinnen und Journalisten eine Perspektive bieten. Er rief in Erinnerung, dass Alt-Ständerat Luc Recordon vor einigen Jahren ein Postulat deponiert hatte, welches in eine ähnliche Richtung wies und vom Bundesrat angenommen worden ist.  

Ausbildung  

Weiter betonte Christian Campiche die Notwendigkeit der Ausbildung der Journalisten im Zeitalter der sozialen Medien, durch welche die Unklarheit über Rolle und Funktion der Journalisten noch weiter verstärkt werden: „Die verbindende Rolle, welche eine Zeitung in der lokalen und regionalen Gemeinschaft innehaben sollte, verkümmert. Deshalb wäre es wünschenswert, dass Rahmenbedingungen geprüft würden, um diesem Beruf zu mehr Anerkennung zu verhelfen. Angefangen mit einem Fünfsterne-Label, einem Gütesiegel, welches auf den Diplomen angebracht würde, die durch die Ausbildungsstätten (MAZ, CFJM) verliehen werden,“ so der Präsident von impressum.  

Gemäss Prof. Matthias Künzler seien sich die wissenschaftlichen Untersuchungen über den steigenden Druck auf die Arbeitsbedingungen einig, wobei aber die Liebe zum Beruf ungebrochen sei. Er rief zudem dazu auf, den Presserat zu unterstützen.  

Das Co-Präsidium der Parlamentarischen Gruppe besteht aus Matthias Aebischer, Fathi Derder, Alice Glauser, Jürg Grossen, Christian Lohr, Rosemarie Quadranti und Regula Rytz, also aus Vertretern aller grossen Parteien.

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