sda: Politik der leeren Kassen

Die sda-Leitung schüttet 12 Millionen an die Aktionäre aus und höhlt das Unternehmen aus

Die sda-Leitung schafft Tatsachen und widerspricht sich damit selber. Immer wieder war von Seiten der sda-Leitung zu hören, dass sie zu offenen und fairen Verhandlungen mit dem Personal und der Redaktionskommission bereit sei. Bis heute bleibt sie den Beweis schuldig.

Der neuste Episode: Bevor das Einigungsverfahren überhaupt begonnen hat, verteilt die sda-Leitung die 12,4 Millionen an Gewinne und Reserven als Dividende an die Aktionäre. Damit entzieht sie dem Unternehmen die Mittel für eine nachhaltige Zukunft und erschwert substantielle Verbesserungen des Sozialplans.

Geschäftsbericht 2017: Ohne Restrukturierungskosten ist sda profitabel.

Immer wieder betont die sda-Leitung, dass die Restrukturierungen und damit verbundenen Kündigungen einer unausweichlichen betriebswirtschaftlichen Logik folgen. Der Geschäftsbericht für 2017 beweist nun aber das Gegenteil. Ohne die Rückstellungen für die Restrukturierung und die Beratungskosten für die Fusion mit Keystone hätte die sda 2017 einen Reingewinn von 1,2 Millionen Franken geschrieben, und das trotz des Aufwandes von über einer halben Million für den Videodienst, der den Kunden kostenlos zur Verfügung gestellt wurde.

Für das laufende Jahr ist ein Einnahmerückgang zu erwarten, da die Führung um CEO Markus Schwab einen pauschalen Rabatt von 10 Prozent für alle Kunden in Aussicht stellte.

Die 12 Millionen Ausschüttung an die Aktionäre höhlt die Agentur aus

Der Verwaltungsrat stellt für die Generalversammlung vom (heutigen) Freitag den Antrag, eine Dividendensumme von 12,4 Millionen Franken auszubezahlen. Damit wird das Unternehmen vor dem Eintritt der APA als grösster Minderheitsaktionärin ausgehöhlt. Es bleiben lediglich flüssige Mittel von knapp 3 Millionen Franken übrig. Das Eigenkapital schrumpft auf 4,7 Millionen Franken. Auch den Töchtern der sda, Keystone, awp und news aktuell wird über Dividenden Geld entzogen und an die sda-Aktionäre weitergereicht. Damit sind die Perspektiven der Agentur geschmälert, denn für Investitionen in die Zukunft werden die Mittel weitgehend fehlen.

Während die sda-Führungsspitze in der Redaktion jegliche definitive Besetzung von offenen Stellen mit Verweis auf das laufende Einigungsverfahren ablehnt, schafft sie mit der Auszahlung der Dividende vor Ende des Einigungsverfahren Fakten – zu Lasten des Personals und des fusionierten Unternehmens.

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