SDA-Redaktion stimmt dem Vorschlag der Eidgenössischen Einigungsstelle zu

Zwei von drei Hauptforderungen konnten durchgesetzt werden

Ältere Mitarbeitende über 60 Jahre erhalten das Angebot zur Wiederanstellung mit Kündigungsschutz. Der Sozialplan wird in entscheidenden Punkten verbessert. Die SDA-Redaktion hat dem Vorschlag der Einigungsstelle zugestimmt. Der Arbeitskampf bei der SDA ist damit beendet. Dennoch sind nicht alle Herausforderungen vom Tisch. Die Redaktion fordert auch für die Zukunft einen Einbezug in personalrelevante Entscheidungen und erhofft sich von der neuen Leitung einen konstruktiveren Dialog.

SDA-Mitarbeitende setzen zwei von drei Hauptforderungen durch

Mit der Einberufung der Eidgenössischen Einigungsstelle durch die SDA-Leitung war die SDA-Redaktion gezwungen, den Arbeitskampf zumindest vorübergehend niederzulegen. Rund vier Monate später wurde am heutigen Mittwoch, 27. Juni 2018, die vor der Einigungsstelle erzielte Verständigung von beiden Parteien unterschrieben.

Zur Erinnerung die zentralen Forderungen der Redaktion vor der Einigungsstelle:

• Die ausgesprochenen Kündigungen sind bis zum Ende der Einigung zu sistieren.
• Für die betroffenen älteren Mitarbeitenden muss eine Lösung gefunden werden, die sie finanziell nicht in die Misere stürzt.
• Für alle Betroffenen ist ein guter Sozialplan auszuhandeln.

Die erste Forderung war an die SDA-Leitung gerichtet und hätte einen Einigungsprozess ohne vollendete Tatsachen ermöglicht. Der Verwaltungsrat zeigte sich aber nicht bereit, auf dieses Anliegen einzugehen.

Bei der zweiten Forderung konnte sich die SDA-Redaktion durchsetzen. Über 60-jährige Mitarbeitende, die die Kündigung erhalten haben oder denen eine solche gedroht hatte, bekommen ein Wiedereinstellungsangebot zu den gleichen Konditionen wie vor der Kündigung. Zusätzlich profitieren alle über 60-jährige Mitarbeitende von einem Kündigungsschutz bis zum ordentlichen Pensionierungsalter.

Für die restlichen betroffenen Mitarbeitenden konnten entscheidende Verbesserungen im Sozialplan ausgehandelt werden. So erhalten alle von der Restrukturierung betroffenen Mitarbeitenden einen zusätzlichen Monatslohn, ein Härtefallfonds mit 100‘000 Franken wurde eingerichtet, zudem erhalten Mitarbeitende mit Pensenreduktion sowie Stagiaires Vorrang bei aufzufüllenden Vakanzen.

Die Redaktion fordert mit einer Resolution von der neuen Leitung mehr Einbezug und klarere Kommunikation

Mit der Zustimmung zum Vorschlag der Eidgenössischen Einigungsstelle endet der Arbeitskampf bei der SDA. Dennoch kann es aus Sicht der Redaktion nicht einfach wie bis anhin weitergehen. In einer Resolution fordert sie von der neuen Leitung, dass die zukünftige Redaktionskommission bei Keystone-SDA mindestens die gleichen Rechte garantiert bekommt wie die bisherige Redaktionskommission. Darüber hinaus fordert die Redaktion eine Vertretung im Verwaltungsrat. Denn die Diskussion über die zukünftige Strategie darf nicht an den Journalisten vorbei geführt werden. Dazu gehört auch eine offene und transparente Kommunikation über personalrelevante Entscheidungen und ein Konsultationsrecht mit entsprechender Vorlauffrist. Um den Dialog langfristig zu sichern, soll die Sozialpartnerschaft institutionalisiert werden, damit das Unternehmen wieder für Stabilität, Zuverlässigkeit und Qualität steht.

Keystone-SDA soll weiterhin Service public erbringen

Die Keystone-SDA-Redaktion versteht sich als Erbringerin eines Service public. Sie erfüllt mit dem Basisdienst eine staatspolitische Aufgabe, indem sie zur demokratischen Meinungsbildung der Bevölkerung beiträgt und den Informationsaustausch zwischen den Sprachregionen fördert. Die Keystone-SDA-Redaktion verlangt deshalb die Verankerung dieses Grundsatzes im Redaktionsstatut. Die neue Keystone-SDA-Führung ist aufgefordert, hier Hand zu bieten und die journalistischen Grundsätze aus der «Erklärung der Pflichten und Rechte der JournalistInnen» zu respektieren. Denn die «Verantwortlichkeit der Journalistinnen und Journalisten gegenüber der Öffentlichkeit hat den Vorrang vor jeder anderen, insbesondere vor ihrer Verantwortlichkeit gegenüber ihren Arbeitgebern und gegenüber staatlichen Organen». Diese Grundsätze sind auch für den kommerziellen Erfolg des Unternehmens entscheidend.

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