Neues Gremium zur Förderung des Journalismus

An ihrem Treffen in Martigny sprechen sich die Delegierten von impressum für ein neues Projekt zur Förderung des Journalismus aus.

Foto: Olivier Maire

Delegierte von impressum aus der ganzen Schweiz haben sich am 3. September 2021 in Martigny getroffen. Sie erörterten die Gründung einer neuen Organisation zur Verteidigung und Förderung des Journalismus. Ebenfalls auf der Tagesordnung stand die Vorstellung einer Studie über die qualitative Entwicklung der Presse.

Nach der Wiederwahl von vier Mitgliedern besteht der Zentralausschuss weiterhin aus Dr. Franca Siegfried, Edgar Bloch, Natascha Fioretti, Sarah Ganzmann, Michael Hug, Gilles Labarthes und Viktor Parma.

Eine Neuerung in der Struktur von impressum wurde eingeführt: Die Delegierten akzeptierten die Möglichkeit, dass die grösste Schweizer Journalistenorganisation von zwei Personen gemeinsam präsidiert werden kann. Ein Ko-Präsidium ermöglicht eine bessere Vertretung der verschiedenen Sprachregionen und vermeidet einen "Röstigraben".

Demzufolge wählten die Delegierten Dr. Franca Siegfried und Edgar Bloch in das Ko-Präsidium.

Die Delegierten der grössten Journalistenorganisation der Schweiz liessen sich ebenfalls über erste Ergebnisse einer von impressum in Auftrag gegebenen Studie von Professor Matthias Künzler (Fachhochschule Graubünden und Freie Universität Berlin) zur Entwicklung des journalistischen Berufsstandes informieren.

Die Delegierten erteilten dem Vorstand den Auftrag, das Projekt einer neuen Organisation "Pro news" weiterzuverfolgen mit dem Ziel, den Journalismus zu fördern und seine Rolle in einer demokratischen Gesellschaft zu stärken.

Sie bestätigten auch die Mitgliedschaft von impressum im "Pacte de l'enquête", einem Verein zur Förderung des investigativen Journalismus.

Die rund 40 Delegierten verabschiedeten einstimmig vier Resolutionen: für die Wiederaufnahme der Verhandlungen für einen GAV in der Deutschschweiz mit neuem Schwung, für eine Erhöhung der Journalistenlöhne, für die Verteidigung der Pressefreiheit im Rahmen der Revision der Zivilprozessordnung (ZPO) und gegen das Referendum gegen das Medienpaket.

Die Präsidentin der Stadt Martigny, Anne-Laure Couchepin Vouilloz, begrüsste die Delegierten zu Beginn der Sitzung. Anschliessend waren die Delegierten zur Eröffnung der Ausstellung "Le Valais à la Une. Ein Jahrhundert aus der Sicht der Medien" in der Stiftung Pierre Gianadda eingeladen, wo sie von Léonard Gianadda, einem Ehrenmitglied von impressum, empfangen wurden.

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