Resolution gegen «Knebelverträge»

«Die Präsidentinnen und Präsidenten von impressum und seinen Sektionen erwarten, dass die Verlage sofort und künftig auf solche Vertragsbedingungen verzichten.»

uth So lautet der Schlusssatz der Resolution, welche die PräsidentInnen der Sektionen und Arbeitsgemeinschaften am 26. November 2021 einstimmig genehmigt haben. Der Grund? Freien Journalistinnen und Journalisten wurden vorformulierte Verträge vorgelegt, sogenannte «Knebelverträge». Mit der Unterschrift treten die Journalistinnen und Journalisten alle Rechte ab, exklusiv und für immer und ewig: «Von dieser sachlich, zeitlich und örtlich unbeschränkten umfassenden Übertragung erfasst sind auch sämtliche künftigen noch nicht bekannten Nutzungsarten.» Friss oder… rechne damit, keine Aufträge mehr zu kriegen.

impressum hat den Verband Schweizer Medien (VSM) nun aufgefordert, seine Mitglieder zur Raison zu bringen. Die freien Journalistinnen und Journalisten mit unnötigen und unverhältnismässigen Urheberechtsregeln zu gängeln, hat noch nie die Probleme eines Verlags gelöst. Das werden auch diese neuen Verträge nicht tun. Besonders jetzt nicht, wo die ganze Branche für die Medienförderung zusammenstehen sollte. Der Zeitpunkt könnte kaum schlechter gewählt sein, um die Journalistinnen und Journalisten und ihren Verband vor den Kopf zu stossen.

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