Die Sonntagspresse verliert zwei Titel. Die „Zentralschweiz am Sonntag“, die „Ostschweiz am Sonntag“ (e-Paper) sowie die Samstagsausgaben der „Luzerner Zeitung“ und des „St. Galler Tagblatts“ werden künftig alle in der „Schweiz am Wochenende“ aufgehen, die ihrerseits aus der eingestellten „Schweiz am Sonntag“ hervorgegangen war.

impressum bedauert, dass mit der Konsolidierung zu einem einzigen Titel die Medienvielfalt zurückgeht und damit einhergehend journalistische Ressourcen im Umfang von 10 Vollzeitstellen abgebaut werden. Dieser Entscheid ist ein Teil des bereits angekündigten längerfristigen Abbaus von 200 Stellen. Gemäss den Angaben von CH Media ist er durch den rückläufigen Werbemarkt bedingt. Dies zeigt einmal mehr, dass in der Schweiz neue Wege gefunden werden müssen, um die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit vielfältiger, journalistisch unabhängiger Information sicherzustellen.

Angesichts des fortschreitenden Zeitungs- und Redaktionssterbens sind die Verleger und ihr Verband gefordert, ihre Verantwortung wahrzunehmen und sich auch der direkten Medienförderung gegenüber offen zu zeigen. Ausländische Beispiele belegen mehrfach, dass eine staatsfern organisierte direkte Förderung die Medienfreiheit und die redaktionelle Unabhängigkeit sowie Vielfalt nicht einschränkt, sondern stärkt. Dass der unternehmerischen Freiheit dabei Grenzen gesetzt werden, indem zum Beispiel öffentlich mitfinanzierten Unternehmen hinsichtlich ihrer Kaderlöhne engere Grenzen gesetzt werden könnten, ist von den Unternehmen in Kauf zu nehmen.