Pressefreiheit in der Schweiz in Gefahr:

impressum unterstützt Forderung der „Reporter ohne Grenzen Schweiz“ nach Medienförderung

impressum, die grösste Organisation von Journalistinnen und Journalisten der Schweiz, bestätigt den Befund der Reporter ohne Grenzen (ROG) Schweiz und unterstützt ihre Forderung nach rascher, direkter Medienförderung.

Wie ROG zutreffend mitteilen, sind die privaten Medien in der Schweiz immer weniger in der Lage, ihren wichtigen Beitrag zur Information der Bevölkerung zu leisten. Was fehlt, ist das Geld, da der Werbemarkt die redaktionellen Medien nicht mehr ausreichend finanziert. Der nach wie vor gute fünfte Rang der Schweiz auf der Rangliste von ROG kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Journalismus und damit auch die Information hierzulande unter grossem Druck stehen, obwohl sie gerade in der direkten Demokratie unverzichtbar sind.

Die Politik in Bund und Kantonen ist nicht nur gefordert, sondern durch das Verfassungsrecht auf Informationsfreiheit auch verpflichtet(*), unterstützend einzugreifen, wenn die Vielfalt, Unabhängigkeit und Qualität der journalistischen Information in Gefahr sind. Darum unterstützt impressum die Forderung nach einer raschen und effektiven zusätzlichen Medienförderung.

impressum ist ebenfalls besorgt die weltweite Tendenz zu häufigeren Verletzungen der Pressefreiheit. Dass sich vor allem in industrialisierten Ländern wie den USA aber auch in Europa Hasstiraden gegenüber Journalistinnen und Journalisten in konkret erhöhter Gewalt gegenüber Medienschaffenden niederschlagen, ist alarmierend und kann auch für die Schweiz bedenkliche Folgen nach sich ziehen.

(*)Näheres dazu in den verfassungsrechtlichen Aufsätzen von Urs Thalmann mit weiteren Verweisen:

https://www.impressum.ch/ihr-berufsverband/medienpolitik/foerderpflicht/ 
http://jusletter.weblaw.ch/juslissues/2018/941/
http://jusletter.weblaw.ch/juslissues/2018/942/