Wo stehen wir in Sachen Lohngleichheit knapp ein Jahr nach dem Frauenstreik?

Im Hinblick auf den Frauenstreik entwickelte impressum letztes Jahr Vorschläge, wie die Gleichstellung der Geschlechter namentlich im Journalismus gefördert werden könnte. Die Vorschläge und Forderungen zielten unter anderem auf die Bekämpfung von Lohnunterschieden sowie auf die Förderung der Frauen in Führungspositionen von Schweizer Medienhäusern ab. 

Eine wichtige Forderung verlangt die Wiedereinführung einer Skala von Mindestlöhnen, so wie dies im ehemaligen GAV der Deutschschweiz sowie in der CCT der Romandie vor einigen Jahren noch der Fall war. Dies würde die Lohngleichheit deutlich stärken. Der Verband Schweizer Medien VSM lehnt jedoch die Wiedereinführung einer solchen Skala ab, wobei der Verband gleichzeitig betont, die Gleichstellung von Frauen und Männern ernst zu nehmen und die geschlechterspezifische Diskriminierung von Frauen in der Führungsetage zu bekämpfen.

Eine weitere Forderung des Aktionsplanes betrifft die Einführung eines Elternurlaubs von mindestens 20 Tagen. In diesem Zusammenhang wird die Gewährung von zwei Wochen Vaterschaftsurlaub natürlich begrüsst. Dieser Fortschritt ist Teil eines allgemeinen Trends, wonach mehr Männer bereit sind, Teilzeit zu arbeiten. Es stellt sich allerdings die Frage, ob die Einführung eines Vaterschaftsurlaubs ausreicht, um den Teufelskreis  der Diskriminierungen von Frauen zu durchbrechen.

impressum setzt sich auch ein Jahr nach dem Frauenstreik weiterhin für die Gleichbehandlung der Frauen ein, insbesondere was die Bekämpfung von sexueller Belästigung und die gezielte Förderung von Frauen im Journalismus angeht.