Zusammen mit sieben weiteren Organisationen schlägt impressum dem Parlament konkrete Massnahmen vor, um Information und journalistische Medien in der Krise zu unterstützen.

Medienmitteilung zur ausserordentlichen Session von National- und Ständerat:

Acht Organisationen schlagen dringende Fördermassnahmen für Medien vor

Mit Schreiben vom 22. April 2020 haben acht nationale Organisationen von Journalistinnen, Journalisten und Medien dem National- und Ständerat Notmassnahmen vorgeschlagen, um der Ausdünnung der journalistischen Information aufgrund der finanziellen Situation der Medien in der Coronakrise entgegenzuwirken.

Die Vorschläge wurden den national- und ständerätlichen Kommissionen für Verkehr und Fernmeldewesen KVF unterbreitet. Das Paket von Massnahmen soll vermeiden, dass viele Informationsmedien als Folge der Krise in nächster Zeit ihre Türen schliessen müssen.

Praktisch alle redaktionellen Medien vermelden eine nie dagewesene Nachfrage nach redaktioneller Information, die sich durch Rekorde bei Klickzahlen aber etwa auch bei Online-Abos und Kioskverkäufen von Zeitungen und sogar durch direkte Spenden an Redaktionen zeigen. Doch die Coronakrise hat zu extremen Umsatzrückgängen auf dem Werbemarkt geführt, und viele Medien stehen deshalb am Rande des Konkurses.

Die unterzeichnenden Organisationen betrachten es als wichtiges öffentliches Interesse, dass die journalistische Information für die Bevölkerung aufrechterhalten wird, erst recht in der ausserordentlichen Lage.

Die Vorschläge bestehen aus einem Paket. Während der Krise sollen Zeitungen und Zeitschriften kostenlos durch die Post zugestellt werden. Weiter sollen die Abonnemente der Informationsmedien bei der Nachrichtenagentur Keystone-SDA  vom Bund finanziert werden. Ein Fonds von 100 Millionen Franken soll zusätzlich Medien aus Finanznöten helfen und journalistische Recherchen finanzieren. Und die Reserve für Planungsabweichungen aus der Radio- und Fernsehabgabe, die für 2020 mit 34.2 Millionen veranschlagt ist, soll vor allem konzessionierte private Radio- und Fernsehstationen sowie die audiovisuelle Produktion in ihrer besonders schwierigen Lage unterstützen.

Folgende Organisationen haben die Vorschläge eingereicht:

impressum – die Schweizer JournalistInnen

Investivativ.ch

Media Forti

Medien mit Zukunft

Medien für alle

Association romande des producteurs audiovisuels (AROPA)
SSM

syndicom - Gewerkschaft Medien und Kommunikation