Die Verhandlungen über einen neuen Gesamtarbeitsvertrag für die Medienschaffenden in den Print- und Onlineredaktionen der Deutschschweiz und des Tessins starten Mitte Oktober. Die Journalistinnen und Journalisten setzen auf konstruktive Verhandlungen zur Stärkung der ganzen Branche.

Die formellen Hürden zum Auftakt konnten seit dem letzten Kongress von Schweizer Medien im Verlauf des Jahres schliesslich überwunden werden. Die drei involvierten Organisationen, impressum und syndicom auf Seite der Arbeitnehmenden, und der Verband Schweizer Medien auf Arbeitgeberseite, einigten sich ursprünglich auf den Start am 30. August 2017. Dieser Termin musste jedoch wegen eines krankheitsbedingten Ausfalls auf Verlegerseite auf den 16. Oktober verschoben werden.

Die Verzögerung ist zwar bedauerlich. impressum und syndicom sind aber zuversichtlich, dass den Verlegern die Arbeitsbedingungen der Medienschaffenden einen gemeinsamen Effort Wert sind. Die Journalistinnen, Fotografen, Mitarbeitenden des technischen Redaktionspersonals haben ihre Bedürfnisse an den neuen GAV bereits in der grossen Umfrage vom letzten Jahr angemeldet. Sie zeigen damit auf, wo ihre Arbeitsbedingungen nach vielen Jahren des vertragslosen Zustands unter Druck geraten sind. Die Auswertung dieser Umfrage ist hier abrufbar.

In der gebeutelten Branche wird ein fairer Vertrag, der die Arbeitsbedingungen der Medienleute stützt, helfen, die längst nicht ausgestandenen Herausforderungen der Medienkrise gemeinsam anzugehen. In diesem Sinne laden wir den Verlegerverband ein, sich auf einen offenen und ernsthaften Verhandlungsprozess einzulassen und auf die Erwartungen der Medienschaffenden einzugehen.