Entlassungen bei der Basler Zeitung - Update

Bereits im Februar dieses Jahres teilten die Basler Zeitung Medien und das Südostschweizer Medienhaus Somedia eine engere Zusammenarbeit im Bereich der Druckvorstufe mit. In Basel führte das zu 8 Entlassungen im Bereich Prepress.

Diese Annäherung ging im März in eine zweite Runde, indem auch in den Bereichen Korrektorat sowie Layout Verlagerungen von Basel nach Chur entschieden wurden. Dies führt dazu, dass in Basel einerseits die Zahl der Festanstellungen im Korrektorat, im Layout und in der Produktion gesenkt werden und andererseits auf die Mitarbeit einer Vielzahl von regelmässigen Freelancern verzichtet wird. Wie lange die Bereiche Korrektorat und Layout überhaupt noch bestehen bleiben, ist wegen anstehenden Pensionierungen offen – schon diese Reduktion hat aber zur Folge, dass die Haupttätigkeiten in Chur vorgenommen werden und in Basel nur noch auf Aktualitäten reagiert werden kann. Gleichzeitig wird den Journalistinnen und Journalisten mehr Verantwortung für die Korrektur der eigenen Artikel auferlegt.

Insgesamt sind von der Sparrunde im März 17 Mitarbeitende betroffen, im April kam noch 1 Person hinzu. Seit Februar macht das also 26 festangestellte und freie Mitarbeitende.

Die Entlassungen werden damit begründet, dass dank technischer Kooperationen finanzieller Spielraum entstehen soll, damit sich das Unternehmen auf sein verlegerisches Kerngeschäft konzentrieren kann. Dieses liegt in Basel in den Händen von Christoph Blocher sowie Markus Somm und in Chur in den Händen von Hanspeter Lebrument.

impressum und syndicom gehen nach wie vor von einer Massenentlassung aus. Den daraus entstehenden gesetzlichen Pflichten wie einerseits der Information sowie Konsultation der Arbeitnehmenden bzw. deren Vertretung und andererseits der Anzeige ans kantonale Arbeitsamt ist die Basler Zeitung nicht nachgekommen. Eine Massenentlassung ohne das Wahren dieser Pflichten macht Kündigungen missbräuchlich.

Die Forderung nach Sozialplanverhandlungen hat die BaZ bzw. deren Anwalt Martin Wagner abgelehnt – und gleichzeitig ihr Verantwortungsbewusstsein als Arbeitgeberin betont. impressum und syndicom sind mit den Betroffenen in Kontakt und unterstützen sie entsprechend ihren Bedürfnissen.

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