Ringier will «das innovativste und führende Medienhaus der Schweiz werden» - mit 75 Stellen weniger

Ringier Medien Schweiz (RMS)* kündigt in einer heute veröffentlichten Medienmitteilung an, 75 Stellen in allen Bereichen zu streichen. impressum verurteilt diesen weiteren Schlag gegen die Schweizer Presse, nachdem im Jahr 2023 bereits 220 Stellen bei Tamedia und CH Media abgebaut wurden.

Um 5% der Kosten einzusparen, sieht die Geschäftsleitung von Riniger «eine Bündelung der Kompetenzen in mehreren Bereichen vor», heisste es in der Medienmitteilung. Ringier kündigt einerseits an, "dank mehr als 20 etablierten Titeln (…) das innovativste und führende Medienhaus der Schweiz» werden zu wollen und gibt andererseits bekannt, dass 75 Stellen gestrichen werden sollen.

«Ich bedaure es sehr, dass wir dieses Ziel nicht ohne Stellenabbau erreichen können. Doch erachten wir es als besser, einmal einen klaren Schnitt zu tätigen, danach dann aber Ruhe einkehren zu lassen», versichert Ladina Heimgartner, CEO des Konzerns. Für Livia Lehner, Zentralsekretärin von impressum, "ist es unverantwortlich, von den Angestellten zu verlangen, diesen Konzern zum Marktführer zu katapultieren, und gleichzeitig so massiv bei den treibenden Kräften zu kürzen".

Die Personalkommissionen und das gesamte Personal wurden heute über diese Massnahmen informiert. Der Berufsverband impressum wurde vom Medienunternehmen nicht einbezogen. Das vom Unternehmen heute eröffnete Konsultationsverfahren soll bereits am 19. Januar enden und gibt den Mitarbeitenden somit lediglich eine Frist von 10 Tagen. "Dies hinterlässt den Eindruck, dass das Konsultationsverfahren nur eine Farce ist, dass alle Beschlüsse bereits gefasst sind und möglichst schnell umgesetzt werden sollen, ohne die Mitarbeitenden tatsächlich anzuhören» sagt Livia Lehner. Ihrer Meinung nach kann unter solchen Umständen kein konstruktiver Dialog entstehen.

Für die Zentralsekretärin ist klar: "Auch wenn diese Massnahmen nicht vorrangig die Redaktionen betreffen, werden mit einem solchen Personalabbau alle Ringier-Angestellten in ihrem Arbeitsalltag unter Druck gesetzt." impressum steht den Medienschaffenden zur Verfügung, um sie kollektiv und individuell zu unterstützen. Der Berufsverband erinnert daran, dass seine Mitglieder das Recht auf Beratung durch Branchenspezialisten und auf Rechtsschutz haben.

 

*Ringier Medien Schweiz umfasst die Blick-Gruppe, die 20 reichweitenstärksten Magazin- und Zeitschriftentitel der Schweiz, darunter Beobachter, Handelszeitung, Bilanz, cash.ch, Tele, Schweizer Illustrierte, Landliebe, Glückspost, L’Illustré, PME sowie die Vermarktungsorganisation Ringier Advertising und die Unternehmenseinheit Ringier Mediatech & Services.

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