JournaFONDS: 40'000 Franken für neun Recherchen, vier davon zu «Religion»

Die Jurys von JournaFONDS – eine für die Deutschschweiz, eine für die französisch- und die italienischsprachige Schweiz – haben im Oktober neun investigative Recherche- und Reportagenprojekte unterstützt. JournaFONDS unterstützt die jeweiligen Autorinnen und Autoren mit 3'000 bis 7'000 Franken. Diese Mittel decken in etwa je fünf bis elf Arbeitstage ab.

Erstmals seit der Lancierung im Juni 2021 hat JournaFONDS nebst der üblichen, allgemeinen Ausschreibung zusätzlich eine themenspezifische Projektausschreibung durchgeführt.

Medienschaffende waren eingeladen, spezifische Rechercheideen im Themenbereich «Religion» zu unterbreiten. Die katholische Kirche im Kanton Zürich hat diese zusätzliche Ausschreibung mit 10'000 Franken finanziert. Die Religionsthemen haben die Jurys so überzeugt, dass sie deutlich mehr Geld für diese Projekte gesprochen haben.

JournaFONDS unterstützt die neun berücksichtigten Recherchen und Reportagen mit insgesamt rund 40'000 Franken. Sie erscheinen in den nächsten Monaten in Print- und Onlinepublikationen der deutschen, französischen und italienischen Schweiz. Die nächste Ausschreibung von JournaFONDS läuft bis 31. Januar 2024.

Seit der Lancierung im Sommer 2021 hat JournaFONDS 60 Recherche- und Reportageprojekte mit über 316'000 Franken gefördert. Mehrere davon wurden mit Medienpreisen ausgezeichnet oder dafür nominiert, darunter nachfolgende Recherchen:

  • eine Datenrecherche zur fragwürdigen Einteilung bei Schwingfesten, die einheimische Schwinger bevorzugt, hat bei den Swiss Press Award 2023 den 3. Preis in der Kategorie «Video» gewonnen.
  • die Recherche «Vereinigte Daten von Europa» über die digitale Grenzmauer der EU, die dazu führt, dass bei der Einreise­kontrolle in die EU bald Algorithmen zum Einsatz kommen, erhielt in Deutschland den 3. Preis beim «Medienpreis für die digitale Aufklärung».
  • eine Recherche über toxischen Altschotter und noch mehr Dreck im Blausee im Berner Oberland – veröffentlicht in «Reportagen» (deutsch) und «Heidi News» (französisch) – war in Deutschland auf der Shortlist für den Stern-Preis 2023.
  • eine Crowdrecherche von «correctiv.de» und «bajour.ch» zu den Immobilieneigentümern in der Stadt Basel war für den «Schweizer Reporter:innen Preis 2022» nominiert.

Eine Übersicht aller bereits veröffentlichten Projekte befindet sich hier: https://www.journafonds.ch/de/projets-finances

 

Über JournaFONDS

JournaFONDS fördert Projekte journalistischer Recherchen und Reportagen. impressum ist Mitglied Zentrales Kriterium für die Vergabe einer finanziellen Unterstützung ist das öffentliche Interesse. Die Förderung ist nicht an eine bestimmte Mediengattung gebunden und wird unabhängig davon vergeben, ob die antragstellenden Journalistinnen und Journalisten für Print-, Online-, Audio- oder audiovisuelle Medien arbeiten. JournaFONDS richtet sich prioritär, aber nicht ausschliesslich, an freie Journalistinnen und Journalisten und solche, die für Redaktionen mit begrenzten Ressourcen arbeiten. Nächste Eingabefrist ist der 31. Januar 2024.
JournaFONDS wird vom Verein «Pacte de l'Enquête et du Reportage» getragen, einer Organisation, die sich aus den wichtigsten Berufsverbänden von Medienschaffenden in der Schweiz (impressum ist Mitglied) zusammensetzt und aus Netzwerken von Berufsjournalistinnen und Berufsjournalisten sowie Think Tanks, die sich für die Qualität des Journalismus und die Vielfalt der Medien in der Schweiz einsetzen.

Weitere Informationen zu JournaFONDS und seinen Mechanismus finden Sie auf der Website: www.journafonds.ch.

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